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Rock Hard Festival 2006

16.02.20

Es wird wohl echt wieder eine Zittersaison am Millerntor bis Saisonende, obwohl man mit dem aktuellen Trainer ja ganz andere Ambitionen hegte. Am Freitag im Insider hätte ich mich in die Tischplatte verbeißen können angesichts massenhaft versemmelter Großchancen, während auswärts seit langem erst recht nichts gelingen will. Dabei sieht es bei Heimspielen gerade gegen die besten Teams wie neulich den VfB meist richtig gut aus, aber auch da war der eine Punkt am Ende eher zu wenig. Immerhin wird's so bald nicht langweilig werden. Im Schenefelder Griechengrill hingegen fehlt bei den veganen Gerichten noch ein bisschen der Pepp. Was die Omnivoren an Fleischeinwaage höchst üppig auf die Teller bekommen, wird bei den Pflanzenfressern eingespart, und so endete ich mit einem hingezauberten Tellerchen geölten Gemüses plus Reisball mit Tomatensoße eher darbend. Atmosphärisch gestaltete sich die Bewirtung jedoch sehr herzlich, weswegen nicht nur die kecke Familie dort gern einkehrt, und mit Ouzo wird ebenfalls nicht gegeizt.

Nach dem samstäglichen Stadionbesuch trieb ich mich nachmittags an der Reeperbahn herum und schaute in einer zufällig gewählten Kneipe BuLi, hauptsächlich um die ausgekühlten Glieder zu erwärmen. Anschließend suchte ich zum ersten Mal den Bahnhof Pauli auf, eine recht heimelige Konzertstätte. Die Bands interessierten mich nur so halb, ein paar bekannte Visagen zu treffen war eher der Grund der Aktion. Hexvessel klangen in meinen Ohren auch wieder ziemlich ungenießbar, deren Popularität bleibt mir ein Rätsel. Von Twin Temple fühlte ich mich da schon besser unterhalten, auch wenn viel Klamauk und Mummenschanz die Show prägten. Die Mucke werd ich mir zu Hause wohl kaum geben, aber für einen illustren Clubabend langte es, das Publikum schien jedenfalls ziemlich angetan. In den Colonnaden nächtigte es sich anschließend wieder recht erholsam wenn auch chipsbröselig.

30.01.20

B.S.T. sind zurück auf der Bühne! Heiko hat zwar noch Klumpfuß und musste während des Gigs Platz nehmen, doch es klang schon wieder gewohnt großartig, was er Kehle und Handgelenk entlockte. Der Rest der Bande hat zwischenzeitlich ebenfalls nichts verlernt, so dass das Konzert zum 25-jährigen Bandjubiläum in der Bar 227 wie geplant stattfinden und erfreuen konnte. Und es kamen so ziemlich alle, die Bude war rammelvoll, zumindest anfangs. Nachdem man Punk und Stoner Rock überstanden hatte, gab's zum Glück ein bisschen mehr Platz, was dem Doomgenuss sehr entgegen kam. Ein paarmal konnte man sogar Gastbeiträge vom Hidden-Spirit-Sänger bestaunen, hatte ich so noch nicht erlebt. Die Setlist gibt's hier. Frisch euphorisiert gaben die Jungs kurz danach auch gleich ihr erstes eigenes Festival bekannt. Am 2. Mai heißt es auf zum Hamburg City Doom im Bambi Galore. Muss einfach gut werden - und dann jährlich stattfinden.

17.01.20

Damit ich nicht so streng nach altem Mann rieche, hab ich mich erstmal richtig gut durchlüften lassen. Das klappt auf dem Helgoländer Klippenrandweg ganz hervorragend in der stets wehenden frischen Brise. Ansonsten ist die Pinneberger Insel abseits jeglicher Tourisaison natürlich ausgesprochen ruhig. Am Wochenende sieht man noch ein paar Gäste, die am Sonntag Mittag aber auch größtenteils mit der Fähre wieder abdampfen. Entsprechend gut geeignet ist das Eiland zur Erholung von städtischem Stress und Krach. Trotzdem gibt's bei Bedarf genug Optionen, um sich zu zerstreuen. Vereinzelte Führungen sind im Angebot, es gibt ein Museum, ein Kino sowie natürlich auch einige geöffnete Gastronomien. Allein zu den Robben auf der Düne lohnt schon ein Tagesausflug. Zum Glück ist der Felsen so stabil, dass die Briten es einst selbst mit sämtlich verfügbarem Sprengstoff nicht schafften, ihn zu eliminieren, wäre auch schade drum gewesen. So kann man bei Bedarf noch heute zum Lummensprung ansetzen, wenn's einem mal reicht.

Fast noch windiger war's auf dem Brocken. Erschreckenderweise mit knapp über Null allerdings auch ziemlich warm, es lagen nur noch ein paar Schneereste herum. Außerdem sieht der Harzer Fichtenwald arg dezimiert aus. Da hab ich unfreiwillig quasi auch noch bei der Klimakatastrophe mitgeholfen, indem ich die dampflokbetriebene Schmalspurbahn zum Gipfel nutzte. Viele Fahrgäste waren nicht an Bord, demnach dürfte meine CO2-Bilanz für dieses Jahr damit völlig versaut sein. Ist schon possierlich, wie viele Bahnen sich dort durch die Pampa schleppen, selbst an Tagen mit ganz wenigen Fahrgästen. Auf dem Brocken-Panoramaweg war ich dann jedenfalls ähnlich allein unterwegs wie vorher an Helgolands Steilküste. Ein paar vereinzelte Wanderer traf ich immerhin anderntags im Okertal. Bei fast frühlingshaften Bedingungen war's auch zu schön mit all den imposanten Klippen.

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Couchfluchtoptionen

  • 23.02. St. Ellingen vs. St. Pauli
  • 29.02. Röderwegfete
  • 02.03. Uli Jon Roth, Kassel
  • 06.03. FullMetal Osthessen
  • 15.03. FCSP vs. Glubb

Ohralbegehr

  • Psychotic Waltz: "The God-Shaped Void"
  • Lone Wanderer: "The Majesty Of Loss"
  • Civil Defiance: "Circus Of Fear"
  • Tanith: "In Another Time"
  • Khemmis: "Hunted"

 

 

 

 

"Ist der Mensch nicht ein komisches Tier? Er tötet Millionen wild lebender Tiere und tut gleichzeitig alles, damit es seinen Haustieren gut geht. Er bringt Milliarden von Nutztieren um und isst sie. Das wiederum bringt Millionen von Menschen um, weil der Verzehr all dieser Tiere zu degenerativen - und letztlich tödlichen - Krankheiten wie Herzleiden, Nierenleiden und Krebs führt. Daher quält und tötet der Mensch Millionen weiterer Tiere, um diese Erkrankungen heilen zu können. Anderswo auf der Welt sterben Millionen von Menschen an Hunger und Unterernährung, weil die Nahrung, die sie ernähren könnte, dafür verwendet wird, Nutztiere zu füttern. Und währenddessen sterben manche Leute an zynischem Gelächter angesichts dieser absurden Menschheit, die dermaßen unbekümmert und brutal tötet, um dann einmal im Jahr Karten zu verschicken und um „Frieden auf Erden“ zu bitten."
(Vorwort aus "Old MacDonald’s Factory Farm" von C. David Coats)

"Die Weltlandwirtschaft könnte ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet."
(Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter)

"Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
(Theodor Heuss, erster Bundespräsident der BRD)

"Ich habe meine gesamte Jugend buchstäblich in Kotze, Scheiße, Urin, Kakerlaken, Bandwürmern und sterbenden, verwesenden Katzen verbracht. Auch das Essen wurde in entsprechender Art zubereitet."
(Tom Gabriel Warrior, TRIPTYKON)

"Man kann einzelne Menschen lieben, aber die menschliche Rasse im Ganzen ist das Allerletzte. Sie ist durch und durch verkommen."
(Lemmy Kilmister)

"Die Menschen werden niemals frei sein, bis man nicht den letzten König mit den Eingeweiden des letzten Priesters erdrosselt hat."
(Denis Diderot, 1713-1784)

"Life is not the opposite of death. Death is the opposite of birth, life is eternal."
(Stan Ambrose in ANATHEMAs "Presence")

"It's just so beautiful. It was eternity, it's like I was always there, and I will always be there, that my existence on earth was just a very brief instant. I could say that I was peace, I was love, I was the brightness; it was part of me."
(Joe Geraci 1981, wie in ANATHEMAs "Internal Landscapes")

"Menschen schlagen die Zeit tot, bis sie sich revanchiert"
(Stanislaw Jerzy Lec)

"Die Welt ist ein Gefüge verschwindend kleiner Zuckungen"
(Willard Van Orman Quine)

"My name is Mohr, any questions!!?"
(Der Graue aus Marsberg auf internationaler Vorstellungsrunde)

"Nie wieder Einbecker Urbock, da tun einem die Klicker weh."
(Gero Hase beim morgendlichen Erwachen nach einem im Bockbierrausch jäh gescheiterten Anbaggerversuch)

"Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte."
(Woody Allen)

"Alle haben gedacht, ich sei tot. Ich selbst auch."
(Tom Angelrippers Gedankenwelt nach krassem Bühnensturz)

"Mein Kopf ist nicht Ihr Tanzplatz!"
(Helga K. beim Privat-Brainstorming im Kreise der Arbeitskollegen)

"They probably had shit running down their legs, but you couldn't see it under the marvellous gowns!"
(Ronnie James Dio über romantische Aspekte des Mittelalters)

"Abseits is', wenn dat lange Arschloch zoo spät abspielt."
(Hennes Weisweiler über Günter Netzer)

"Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: <Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los.>"
(Steffen Freund, ehemaliger Nationalspieler)

"Man darf ein Album erst frühestens 15 Jahre nach der Veröffentlichung beurteilen. Alle, die wir über Musik schreiben, tun das ja nur aus einem sozialen Reflex heraus. Wären wir cool, würden wir 20 Jahre lang die Fresse halten."
(Fenriz hat mal wieder recht)

"Ich komme aus der Gosse, da wird man entweder Zuhälter oder Fußballprofi."
(Deniz Naki)

"Wenn ich das sehe, wie die Paulianer hier in unserem Stadion feiern, dann könnte ich kotzen."
(hsv-Sportchef Bastian Reinhardt, 16.2.2011)

"Ein Fußballer sollte gelernt haben, seinen Ärger zu bezähmen, seinen Mitmenschen gegenüber umsichtig sein, sich keinen unlauteren Vorteil verschaffen, bereits den Anschein von Betrügerei als unehrenhaft betrachten und im Fall einer Niederlage heitere Gelassenheit zeigen."
(N. Lane Jackson, Gründungsvater des Corinthian FC)