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Festivalsommer 2007

14.05.18

Am Samstag war Saisonfinale im Auestadion, Hessenderby gegen Stadtallendorf, prächtiges Wetter, und nach der wochenlangen fulminösen Aufholjagd strömten fast 5000 Besucher ins weite Rund. Zwischen dem ganzen Eventpublikum fand sich gänzlich überraschend ein nie erwarteter (Kur)Gast ein: Taina trat morgens kurzentschlossen den gar nicht mal so kurzen Trip von Bad Salzuflen nach Bad Wilhelmshöhe an, echt der Knaller! Sie sah dann auch einen ganz unterhaltsamen Kick, wobei es der KSV am Ende nochmal unnötig spannend machte und drohte, von Stuttgart in der Tabelle überholt zu werden. Basti Schmeer sorgte aber letztlich für den späten Siegtreffer, der wenigstens Zitterplatz 16 sicherte. Nun kann man mit schlappen 25 % Wahrscheinlichkeit auf zwei Südwest-Aufsteiger und den damit verbundenen Klassenerhalt hoffen. Unser Kurgast fühlte sich wohl ganz gut bespaßt, und nach einer leckeren Speisung im Herbstapfel musste sie auch schon wieder zurück in ihre Anstalt.

Eine Woche zuvor schon fand das Gezitter am Millerntor ein versöhnliches Ende. Mit dem 1:0 gegen den DSC Arminia wurde doch bereits am vorletzten Spieltag der Klassenerhalt gesichert, welch Erleichterung. Als nächstes brauch ich aber dringend mal eine Saison mit ein paar Highlights und ohne größere Krisen, sonst verlier ich bald noch die Lust am Fußball. Auch mein Fass hat schließlich Grenzen. Entspannt in der oberen Hälfte mitspielen und die Stadtmeisterschaft doppelt verteidigen, sowas ließe ich mir mal gefallen.

Am Vorabend des letzten Heimspiels durfte ich Norman zu Machine Head in die Große Freiheit begleiten, 3 Stunden Headliner-Show im rammelvollen Club in infektbedingt noch leicht geschwächtem Zustand. Grenzwertig wurde es nur für vielleicht 15 bis 30 Minuten, als wir ins Gedränge der Klogangschneise gerieten, bis es uns wieder in ruhigeres Fahrwasser spülte. Davon abgesehen stand ich das Marathonkonzert ganz gut durch. Wenn man kaum einen Song kennt, spricht das schon für eine gewisse Qualität, denn ansonsten hätte irgendwann sicher der Fluchtinstinkt eingesetzt. Aber Rob Flynn hat eben zweifellos gute Frontmanneigenschaften, was den meist brachial gehaltenen, nicht oft durch Abwechslungsreichtum glänzenden Songs die nötige Würze verleiht. Überhaupt kam's mir vor, als wenn der Chef das Zeug zu mehr hätte, wenn er könnte, wie er wollte, und weniger auf die Bedürfnisse der Fangemeinde eingehen müsste. Aber auch so schien das Publikum schon recht illuster, von der Teenie-Crowdsurferin über den gesetzten Pockenträger bis zur euphorisierten 70-Jährigen war alles vertreten. Und von der Spielzeit können sich etliche Kurzarbeiter gleich mehrere Scheiben abschneiden.

05.05.18

Neulich zog es mich zum UNESCO-Weltkulturerbe nach Regensburg, als Anlass bot sich das Auswärtsspiel des FCSP. Freitag spät abends kam ich an bei milden Temperaturen, die Stadt war randvoll mit Partyvolk. So wurde mein kleiner Rundgang alles andere als beschaulich, ich war recht schnell genervt von der fledermausartigen Menschenmasse. Nach zwei hastigen Weizen in der Banane trollte ich mich auf mein Zimmerlein.

Somit war ich anderntags früh wieder draußen, und schon sah die Stadt viel freundlicher aus. Fast allein schlenderte ich durch den Dom, um anschließend an der ruhigen Donau herumzustreifen. Ein herrlicher Morgen. Der Scrambled Tofu zum Frühstück mundete bestens. Dann hätte ich gern im Weißbräuhaus einen kleinen Trunk zu mir genommen, nahm jedoch schnell Abstand, da man dort nur unter strenger Beobachtung zweier Hundertschaften Uniformierter Platz nehmen konnte. Ein anderer Biergarten tat es auch, bevor ich mich in Gesellschaft eines schwer zu verstehenden Heimfans auf den schweißtreibenden Fußmarsch zum sterilen Stadion machte. Zum Spiel muss nicht viel gesagt werden, ein 1:3 nach doppelter Unterzahl machte wenig Freude. Das anschließende Gepöbel einiger Steher Richtung Manschaft fand ich allerdings unpassend. Beim Kneitinger im Biergarten war der Frust schnell verraucht, ein paar Einheimische adoptierten mich netterweise gleich, nachdem ich durch unbedachte Weizenbestellung aufgefallen war. So ging der sonnige Nachmittag zügig vorbei, bevor Zeit fürs Abendmahl war. Man mag es kaum glauben, dass eine solche Kombination existiert, aber im Kaffe Dada serviert man tatsächliches nicht nur Veganes, sondern auch echtes Aventinus dazu. Derart versorgt, konnte ich die städtische Hektik drumherum ganz gut ertragen. Lang gab ich mich dem Trubel aber nicht mehr hin, bevor ich mich von CBP in den Schlaf lullen ließ.

18.04.18

Schade eigentlich, dass sich meine Lieblingsjahreszeit auf nur wenige Tage beschränkte. Erst nahm der Winter kein Ende, jetzt ist plötzlich Hochsommer Mitte April. Heute am späteren Nachmittag vorm Café harmony sitzend, es waren noch keine Sonnenschirme aufgestellt, musste ich nach einem Weizen bereits der strahlenden Hitze entfliehen. Am Osterwochenende noch, zweieinhalb Wochen ist es her, sah ich den verschneiten Lüneburger Bahnhof auf der Fahrt gen Norden vor mir liegen, und fror mir sonntags auf dem Weg zum Millerntor übelst einen ab. Anschließend gab's ein gar nicht mal so mieses 1:1 gegen Sandhausen, aber inzwischen sind die braun-weißen Vers... äh, Kicker, auf den drittletzten Platz abgestürzt. Schon wieder droht das sportliche Desaster, es ist nicht mehr feierlich. Wenigstens kann der zuvor beobachtete KSV mit fulminösem Schlussspurt und ernstlichen Aussichten auf Klassenerhalt ein wenig tröstliche Stimmung verbreiten.

Recht stimmungsvoll gestaltete sich auch der Rest vom Ostersonntag, als ich in Tainas Begleitung zum ersten Mal ins Kuchnia ging, um osteuropäische Pierogi zu verspeisen. Dazu reichte man standesgemäß polnischen Wodka milden Abgangs, die Weiße Dame kam gut an. Anschließend tuckerten wir noch nach Finkenwerder, ein teures Pflaster. Das Weizen in der "Landungsbrücke" war eines der hochpreisigsten, das mir bisher in die Kehle gekommen ist, dazu gab es nasales Fischaroma frei Haus. Trotzdem war es sehr lustig, die feinen und halbfeinen Gäste beim österlichen Ausgehen zu erleben.

31.03.18

Anfang März weilte ich zum ersten Mal während eines Heimspiels in Hamburg, ohne ins Stadion gegangen zu sein, es stand Wichtigeres an. Vor allem gab es Judiths Zehnten und ihre großartige Gesundung zu feiern, was mit einem großen Brunch in der örtlichen Tanzschule amtlich begangen wurde. Anschließend schaute ich mit B.S.T.-Lutz noch die zweite Halbzeit im Sportheim des VfL Pinneberg, wo wir die luxuriöse Tribüne vor der Leinwand fast ganz für uns hatten.

Ansonsten fand an dem Wochenende noch das Hell over Hammaburg statt, donnerstags bereits eine Vorglühung mit Attic und Fvneral Fvkk im Bambi. Auf letztere war ich echt gespannt, bisher kannte ich ja nur die formidable Single. Die Darbietung fiel entsprechend sakral aus, inkl. entsprechender Montur und Theatralik. Sehr vielversprechend alles, wobei interessant sein dürfte zu beobachten, ob die Truppe das doch recht eng gesteckte Konzept so auf Dauer durchzieht. Ne Nonne am Merchstand hat man jedenfalls nicht alle Tage.

Tagsüber am Freitag stand erstmal Touriprogramm mit Enrico und Simon an, wofür ja sonst immer viel zu wenig Zeit ist. Also erklommen wir z.B. den Michel und erlatschten den alten Elbtunnel. Das Festival ließ sich eh recht unzwingend an, daher schlugen wir dort erst verspätet auf, ohne wohl etwas verpasst zu haben. Letztlich zog ich mir lediglich Diamond Head so richtig rein, was mir überraschend gut gefiel. Das Gesabbel des Herrn Pschierer zwischendurch im Foyer unterhielt aber mindestens ebenso gut.

Am Samstag sah es in der Markthalle schon ganz anders aus. Universe217 waren brillant wie nie, Solstice doomten erfreulich lebendig, Old Mother Hell bringen's auch live, und Visigoth zeigten erneut, wo der Trüe-Metal-Frosch seine Locken hat. Lediglich Atlantean Kodex konnten meine immensen Erwartungen zu guter Letzt nicht mehr erfüllen, aber das kann ja auch mal passieren. War schon ein klasse Festival, nicht zuletzt dank Duckstein.

16.03.18

Der Fußball in den heimischen Amateurligen kommt wetterbedingt ja so gar nicht in Gang, immerhin klappt's bei den rasenbeheizten Profis. So verschlug es mich denn Ende Februar zum ersten Mal im Jahr ans Millerntor, wo nach Rückstand in einem lebhaften Spiel auf den letzten Drücker die KSV Holstein mit 3:2 geschlagen wurde. In winterlicher Atmosphäre und sogar ganz ohne das obligatorische Stadionbier war es tatsächlich ein lohnender Tagesausflug, zumal ich anschließend noch Patenkind nebst Mama beim Italiener traf.
Beim KSV Hessen scheint die Messe indes noch nicht komplett gelesen zu sein. Trotz trostloser Roter Laterne sah ich beim zweiten Sieg in Folge einen durchweg souveränen Auftritt gegen die Ulmer Schwalben und ein folgerichtiges 2:0. Die 1000 Unentwegten erfreuten sich bester Stimmung, ohne das fernbleibende Eventpublikum auch nur eine Sekunde lang zu vermissen.

Anfang März stand Niederjossa wie üblich im Zeichen des FullMetal Osthessen. Das prosperierende Dorffestival zog wieder allerlei Publikum an, so dass ich in Form von Taina und Mohr auch zwei Weitgereiste beherbergen durfte. Der Freitag war diesmal ganz dem Thrash vorbehalten, wobei ich Delirious und Accu§er zwar technisch einwandfrei aber nur mäßig mitreißend fand. Ganz anders Abandoned, der klare Tagessieger, der Spielfreude und Humor ohne Ende parat hatte, wodurch die Show bestens unterhielt. Am Samstag war erstmal Frühschoppen mit kleinem YouTube-Wunschkonzert angesagt, während welchem sich Mohr als früherer Netzshirt-Träger outete. Der per Konferenz zugeschaltete Lars beichtete selbiges und wusste von einem gelben Textil zu berichten. Warum war nur mir solch Chic zeitlebens verwehrt worden? Vor Ort im DGH zeigte sich zwar niemand benetzt, der Opener RA glänzte aber trotzdem mit optischen Finessen, bestes Gepose der halbseidenen Art von alten Hasen. Die folgenden Existance überraschten doch sehr mit überzeugendem Old-School-Sound, was meine beiden Übernachtungsgäste merklich in Wallung brachte. Da brauchten wir anschließend ein Päuschen im Schwan mit Obtdestillat, bevor Visigoth als eigentlicher Headliner auftrumpften. Klischees reiten ja viele Bands, aber die sympathischen Amis bringen sie einfach grandios in klasse Songs unter. Wer dann noch wochenlang unter bescheidensten Umständen so fleißig tourt, erntet hoffentlich bald größeren Erfolg. Welchen James Rivera längst schon hatte, dem er aber wohl nur noch hinterher trauern kann. Mit Shadow Keep brachte er jedenfalls im Anschluss kaum ein Bein auf den Boden, so dass wir bereits frühzeitig die Heimreise in Jochens Boliden antraten.

24.02.18

In so einem hübsch kalten Februar hält man sich am besten auf Konzerten warm. Wenn der Club dann noch "New Sun" heißt, hat der Frost kaum ne Chance, selbst wenn leicht doomige Klänge dort ertönen. Ich war zum ersten Mal in dem Bebraer Schuppen und würde wieder hingehen, denn es war ein prima Abend. Bühne hat es dort keine, aber einen bequemen Teppich, auf dem erst Deadman's Redemption passabel rockten und anschließend die Ugly Earthlings der bedeutendsten aller Bands huldigten. Die gehobene Wohnzimmeratmosphäre kam heimelig, und mit drei Dutzend Besuchern fühlte es sich auch bereits gut gefüllt an. Eintritt wurde nicht erhoben, dafür ging ein Hut rum, empfohlen zur Nachahmung!

Einen Tag drauf fuhr ich mit Lars nach Andernach zur Operation: Mindcrime - Aufführung. Vorher bauten wir noch einen kurzen Abstecher nach Koblenz ein, das bestimmt einen längeren Aufenthalt lohnen würde, allein schon des Flüssegedöns wegen. Im Juz ist es zwar nicht so hübsch, aber wir waren ja wegen der Mucke dort. Zunächst mussten wir als Vorprogramm "die Tochter" über uns ergehen lassen. Was anfangs noch ganz passabel klang, entwickelte sich jedoch bald zur musikalischen Armutsdarbietung, immerhin mit ansehnlichem Dekolleté. Geoff Tate anschließend stellte songtechnisch natürlich eine Erlösung dar, doch von einem magischen Abend konnte man nicht sprechen. Seine Vocals kamen sehr gut, das Klaus-Lage-Outfit war im Grunde scheißegal, aber seiner Ausstrahlung mangelte es einfach an Überzeugung. Wie bei der Abzocke mit Meet & Greet dünkte einem auch bei seinem Auftreten, dass es halt in erster Linie darum geht, den Rubel im Rollen zu halten. Eine Spielzeit von ca. 70 Minuten ist zwar auch nicht viel kürzer, als seine Ex-Band es zu handhaben pflegt, reicht aber einfach nicht. Wenig überzeugend auch die teils kasperhafte Besetzung seiner Begleitcombo. Großer Pluspunkt war wie nicht anders zu erwarten die große Klasse des Songmaterials in Form des geilsten Konzeptalbums des melodisch-progressiven Metal. Immerhin blieb uns dann auch noch genug Zeit, um im V8 in Gonzos Schlüpftag heineinzufeiern. Gut dass Alex sich auskannte.

Für die Würzburger Posthalle könnte das letzte Jahr ihrer Existenz angebrochen sein. Gut dass das Metal Assault verlockend genug war, um nicht erst wieder zum HoD, und dann zum letzten Mal, vor Ort zu sein. Taina und ich machten am Freitag schon ein bisschen warm-up mit gastronomischen Erkundungen und abends bei der "Night of steel and thunder" im Immerhin. Marion und Remo stießen noch zu uns auf die Couch, und so hatten wir einen netten Abend bei richtig guter Mucke und manch imposanten Poserdarbietungen. Beim Festival selbst sorgte natürlich die kurzfristige Ashbury-Absage für einigen Unmut, aber was willste machen. Titan Force überzeugten als Headliner derart, dass man eigentlich wenig vermissen konnte. Harry mit Echthaar-Stinktierperücke büßt tatsächlich kaum etwas seines vokalen Glanzes ein, der Typ scheint ewig jung zu bleiben. Diesmal fiel mir bei vielen Songs erst auf, wie frickelig sie teilweise doch sind, dabei fließt einem alles ganz geschmeidig in die Gehörgänge. Klasse Gig! Air Raid fand ich auch sehr amtlich. Ich hatte speedigen Metal vom Fass erwartet, bekam aber unerwartete Yngwie-Reminiszenzen serviert. Das muss ich mir im Hausgebrauch mal näher anhören, hatte ich bisher nicht recht auf dem Schirm. Ein Stimmungshoch herrschte zweifellos bei Visigoth, die die Klischee-Keule zum Schwingen und Glänzen brachten. Ich bin gespannt, ob das beturnschuhte Kuttenvolk auch beim FMO so steilgehen wird, wenn "Pinkman" das Schwert rausholt.

04.02.18

Meine Klimabilanz  hab ich ordentlich in die Miesen getrieben durch den Ausflug mit der Männergruppe nach Griechenland. Aber schön war's, und lustig, und mit guten Konzerten, etc. Da muss natürlich ein seriöser Reisebericht her, wenn ich mich schon mal so weit weg traue. Also halte ich mich jetzt nicht lang hier auf, muss tippen.

22.01.18

Das Vorprogramm zum kleinen Griechenland-Ausflug verlief ja schon mal sehr erfreulich. Wobei es im stinkreichen Bad Homburg ja doch recht beschaulich war, so vom Stadtbild und der Location her. Zumindest Mohr und mir wurden die gut zweieinhalb Stunden Maiden United dann auch eher ein bisschen zu lang, zumal man die ganze Zeit brav im Sessel hockte und niemand Getränke reichte. Im normalen Club kommt sowas dann doch meist besser. Wie z.B. am Vorabend im Colos-Saal bei Fates Warning. Dort war es zwar schon fast zu voll, ging aber noch, um den grandiosen Auftritt genießen zu können, auch wenn der ausschweifend zappelnde Nebenmann nervte. Aber Setlist, Sound und Spielfreude waren einfach top, so dass ich Gonzos Besessenheit gut nachvollziehen konnte. Wenn's normal läuft, sollte es in den nächsten Tagen weitere Gründe zum Feiern geben.

 

Das Wochenende vorher war ja auch schon nicht von schlechten Eltern. Hoher Besuch stellte sich ein, nur weil sich mein Schlüpfdatum jährte. Somit leistete mir Taina schon donnerstags Gesellschaft, was wir zum Testen der kreisstädtischen Gastronomie nutzten. Das Michelangelo wollte uns nicht, aber beim Inder geht ja zum Glück immer was. Der Absacker im Brauhaus war auch okay inkl. Paparazzi-Auftritt. Am nächsten Nachmittag musste das Café Swing herhalten, abends war Stubenhocken in der Kleingruppe angesagt, gefolgt von einem unserer seltenen Kellerbesuche. Viel los war dort nicht, aber Frau Rübensüß glänzte erstaunlicherweise sogar am Kicker. Auch der Samstag verlief nicht ohne Programm. Beim Michelangelo wieder abgeblitzt, danach spontane Einkehr in der Unterau, später fanden wir uns noch in der Eichhofsiedlung beim Hutzelfeuer ein. Da macht man was mit.

30.12.17

Am Ende des Jahres kann es nie schaden, nochmal Satan zu huldigen. Dafür fuhr ich eigens durch fetten Schneesturm im Westerwald nach Andernach und bezog das Hotel garni am Martinsberg. Nach indisch-pakistanischer Stärkung war ich fit für den Fußweg bis zum Stadtrand, wohin man praktischerweise das Jugendzentrum stellte, denn Ärger mit den Nachbarn wird es dort nicht geben. Infernal Assault mimten den Anheizer und klangen viel geschmeidiger als befürchtet. Drei energiegeladene Jungspunde klöppelten und brüllten ordentlich drauflos, nicht ohne dabei einen gewissen Groove zu entfachen. Bisweilen gemahnte das an Destruction, nur halt mit tiefergelegten Vocals, wobei der Herr am Bass mit einer optischen Mischung aus Cliff Burton und Torsten Frings bestach. Das gar nicht so kleine Publikum applaudierte nur sehr verhalten, aber das kennt man von dort ja. Zu Warrant klapperten dann schon einige Hände mehr. Das speedige Trio bot das gewohnt solide und unterhaltsame Programm inkl. Enforcer, kann man sich eigentlich immer gut reinziehen. Diesmal war ich besonders von Thomas Rosemanns Performance an den Drums angetan. Der Kerl gibt von der ersten Minute an Vollgas, ohne stumpf zu knüppeln, und strahlt dabei eine wirklich immense Spielfreude aus. Bräuchte eine größere Band mal Ersatz an den Kesseln, das wäre sicher ein geeigneter Mann. Schließlich kam das patronengurtarmierte Publikum beim Hauptact doch noch einigermaßen in Wallung. Ein klasse Auftritt nebst höheren Alkoholpegels konnte für halbwegs ausgelassene Stimmung im Liveclub mit Lagerhallenatmosphäre sorgen. Die ollen Briten haben es aber auch einfach drauf. Klasse Material natürlich, aber auch ne geile Performance mit einem Top-Frontmann. Zwar hat man immer ein bisschen Angst, dass bei Brian Ross die Senkwehen einsetzen könnten, aber trällern kann der Vogel immer noch vorzüglich. Selbst die hohen Töne klappen bestens. Und sein Gesabbel zwischen den Songs ist auch immer sehr unterhaltsam. Erstaunlicherweise gefallen mir sogar die neuen Stücke meist besser als die uralten Klassiker. Mehr als zufrieden konnte ich schließlich gen Mitternacht den Rückweg antreten. Anscheinend war ich der einzige Fußgänger, jedenfalls hab ich sonst keinen gesichtet.

Eine knappe Woche vorher war ich vom Masters of Cassel nicht ganz so begeistert. Zwar stellte der mit Teppichboden ausgelegte Ballsaal des Hotel Reiss eine originelle Location dar, aber es krankte doch arg am dünnen Sound. Über weite Strecken hörte es sich an, als würde die Mucke lediglich aus den Monitorboxen kommen. Die Pausenmusik hatte jedenfalls viel mehr Wumms als die Livetöne, und das kann's ja nicht sein. Dabei war das Billing ganz okay, Tyranex und Attic kann man sich ja mal echt gut geben. Morgoth waren womöglich auch ein passabler Headliner, doch ich zog nicht als einziger eine frühere Abreise vor.

Recht früh den Saal verlassen hab ich auch beim Xmas-Rock im Buchcafé. Müdigkeit und Hitze im Zusammenspiel mit arg bläserlastiger Performance trieben mich schnell in die Parallelstraße zurück. Den Anblick der zu mehreren Dutzend das Tanzbein schwingenden Ü 40 - Grazien kannte ich ja bereits vom letzten Jahr, was mich dann auch nicht sonderlich fesseln konnte. Den besten Songs des Abends - "Bang Bang" - hatte ich zum Glück aber mitbekommen.

B.S.T. Dezember 2017

23.12.17

Kaum zog ich über das desaströse Auftreten der Kiezkicker her, musste unser Trainer seinen Stuhl räumen, sorry Olaf! Offensichtlich hat es aber was genutzt, gegen Duisburg durfte ich vor Ort miterleben, wie die Jungs plötzlich wieder den Hebel umlegen konnten. Trotz zweier Bierduschen sprang am Ende zwar nur ein Punkt raus, was angesichts des überflüssigen Platzverweises für Atze aber auch nicht verwunderte. Im gefühlt zehnten Montagsspiel der Saison klappte es zum Abschluss gegen Bochum dann endlich wieder mit einem Heimsieg, so lässt sich die Winterpause halbwegs entspannt angehen.

Auch die B.S.T.-Jungs gaben kurz vor Jahresschluss nochmal alles auf ihrer bisher längsten Deutschlandtour, nachdem vorher einige Experten weitere töfte Reviews zum aktuellen Album rausgehauen hatten. Läuft ganz gut! Ein kleiner Road-Report sollte demnächst folgen.

Aber vorher muss ich meine gesammelten Konzerttickets chronologisch in entsprechende Alben kleben, damit der Tisch mal wieder für andere Zwecke genutzt werden kann. Bisher bin ich erst bis zur Jahrtausendwende gekommen, doch mit 1995 scheine ich das Highlight bereits abgefrühstückt zu haben. Da muss ich glatt mal alle besuchten Gigs kurz auflisten. Besser wird's nicht mehr.

  • 17.01. Tiamat, Sentenced - Batschkapp F
  • 02.02. Annihilator - Batschkapp F
  • 10.02. Dream Theater - Offenbach
  • 11.02. Depressive Age, Factory Of Art - Gerstungen
  • 22.02. Queensrÿche - Hugenottenhalle
  • 30.03. Saxon - MT Kassel
  • 24.04. Motörhead, Grip Inc. - Offenbach
  • 03.05. Solitude Aeturnus, Revelation - Frankfurt
  • 06.05. Uriah Heep, Virgin Steele - Merkers
  • 07.05. Trouble - Batschkapp
  • 12.05. Psychotic Waltz, Threshold - Bremen
  • 13.05. Solitude Aeturnus, Revelation - Enger
  • 15.05. The Tea Party - Batschkapp
  • 19.05. Wacken Open Air
  • 23.05. Psychotic Waltz, Threshold - Stuttgart
  • 24.05. Psychotic Waltz, Threshold - Sondershausen
  • 25.05. Psychotic Waltz, Threshold - Frankfurt
  • 26.05. Blind Guardian, Nevermore - Baunatal
  • 28.05. Psychotic Waltz, Threshold - Enschede
  • 01.06. Psychotic Waltz, Threshold - Rotterdam
  • 02.06. Dynamo Open Air
  • 20.06. Dream Theater - MT Kassel
  • 30.06. Rage, Glenmore - Hafenbahn OF
  • 14.07. Via-Rock Belgien
  • 31.08. Black Sabbath - Göttingen
  • 14.09. Annihilator - Arnsberg
  • 26.09. Skyclad, Moonspell - Batschkapp F
  • 28.09. Psychotic Waltz, Soulbrother - Enschede
  • 29.09. Psychotic Waltz, Soulbrother - B-Vosselaar
  • 30.09. Psychotic Waltz, Soulbrother - Saalfeld
  • 01.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Köln
  • 02.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Nürnberg
  • 03.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Berlin
  • 04.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Stuttgart
  • 05.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Heidelberg
  • 06.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - CH-Düdingen
  • 08.10. Psychotic Waltz, Soulbrother - Hamburg
  • 15.10. Jethro Tull - Essen
  • 31.10. Overkill - Batschkapp F
  • 07.12. Ozzy - Offenbach
  • 17.12. Sieges Even, Annon Vin - Alte Piesel
  • 20.12. Iron Maiden - Hugenottenhalle

02.12.17

Nach dem wieder mal duften Hammer of Doom musste ich montags das angestrebte Kari-Konzert im Frankfurter Bett notgedrungen sausen lassen. Ein so alter Körper braucht einfach seine Pausen, vor allem wenn man am Sonntag nach dem Festival vom Frühschoppen direkt in die Kneipe geht, weil St. Pauli sich im Kicken versucht. Gegen Regensburg wurde der Beginn der Krise unter gütiger Mithilfe des Gespanns ja gerade noch vermieden. Zum Glück besuchte ich danach weder den Auftritt in Fürth noch jenen in Bielefeld. Schlimm genug, das Elend auf der Mattscheibe im Insider mitverfolgen zu müssen. Ich hab echt keinen Bock, schon wieder einen Kampf gegen die unergründlichen Niederungen der eigenen Sportlerpsyche mitansehen zu müssen. Früher war mein Verein regelmäßig finanziell am Ende, mittlerweile tritt immer wieder der fußballerische Offenbarungseid überraschend zutage.

Beim KSV Hessen wusste man wenigstens von Anfang an, dass es diese Saison um nichts anderes als das nackte Überleben geht. Entsprechend gut ist trotz Niederlagenserie die Stimmung unter den wenigen Stammgästen im Auestadion. Gegen Saarbrücken hockte ich mich wegen drohender Durchnässung erstmals auf die Haupttribüne. Gar nicht übel dort, die Sicht aufs Geschehen ist merklich besser als aus dem Norden. So sahen Herr Meier und ich allerdings auch diese Frechheit von Schiri-Leistung. Selten so aufgebracht gewesen. Dabei war ich eigentlich echt entspannt nach der netten Bunkertour vorher mit den ViKoNauten, aber auch mein Fass hat Grenzen. Zurück in der Kreisstadt beruhigte ich mich aber schnell wieder bei einer Baustellentour mit der Männergruppe.

HoD 2017

10.11.17

Judith invictus! Ich hoffte so sehr, dies hier anmerken zu können, und nun sieht es wirklich richtig gut aus bei der kleinen kecken Lady. Trotz wochenlangen Krankenhausaufenthalts geht sie sogar schon wieder zur Schule. Womöglich dauert es auch nicht mehr allzu lang, bis sie so selbstständig wie vor dem Schicksalsschlag und fitter denn je durch die Welt hüpft. Gepriesen seien die superfürsorglichen Eltern, die kompetenten Mediziner und all die zahlreichen sonstigen Supporter!

Was passierte derweil so nebenbei? Lolls wurde gefeiert, beinahe unvermeidlich. Wobei das Wetter anfangs einfach zu sommerlich war, um in die richtige Stimmung zu kommen, und außerdem schlugen dabei die Getränke enorm an. Wie sonst ist es zu erklären, dass Herr H. vom E. sonntags zwar Helm und Schloss  mit nach Hause brachte, das Fahrrad aber spurlos verschwunden war? Oder dass ich am Montag bereits am hellen Nachmittag im Bette lag? Mit den kühleren Temperaturen stellte sich zum Wochenende glücklicherweise die passendere Verfassung ein, so dass ich es tatsächlich mal schaffte, an beiden Abenden halbwegs ausschweifend unterwegs zu sein, inkl. Karussell Fahren und Kellerbesuch. Besagter Herr H. präsentierte die Mischung der Stunde, Jacky-Sprite, sehr belebend!

Letztens schaffte ich tatsächlich drei Konzerte innerhalb von sechs Tagen, ohne dass es mich sonderlich geschlaucht hätte. Ein Midlife-Höhenflug? Okay, nach dem Anathema-Gig hatte ich montags frei, danach Feiertag, es ließ sich also entspannt an. Die Batschkapp war richtig gut gefüllt, es könnte eine vierstellige Besucherzahl gewesen sein, die sich zum andächtigen Lauschen eingefunden hatte. Viele kannten und schätzten wohl auch die für meinen Geschmack zu seichten Alcest, vom aufbrandenden Applaus nach den Songs her zu urteilen. Der Hauptact stieg nach Intro mit "Untouchable" gleich heftigst ein, mir wurde weinerlich. Anschließend nahm das Konzert allerdings einen für mich zwiespältigen Verlauf, nachdem ich den mit schlecht sitzendem Kopfhörer versehenen Danny gesichtet hatte. Gelinde gesagt machte er keinen sehr fitten Eindruck. Aufgedunsen, tapsig und leicht orientierungslos spielte er seine Parts, so dass ich mir echt Sorgen machte. Außerdem fragte ich mich kontinuierlich, welche Beiträge nun live dargeboten und welche gesampelt wurden, nicht nur bei ihm. Auf der anderen Seite stand eine vom Gesamtbild her recht imposante Darbietung mit einer Lee Douglas in Bestform. Wobei allerdings die zahlreichen "The Optimist"-Nummern live nicht allzu doll zündeten. Ein spezieller Abend war's allemal, zumal ich erstmals an der Mainkur nächtigte.

Noch spezieller wurde es drei Tage später in Arnstadt. Mein Bett bezog ich im Thüringer Kloß-Hotel, mangiare gab es in der Südtiroler Stubn. Gegen 20 Uhr taperte ich dann durch die hübsche, verpennte Stadt, um schließlich in der "Rockjungfer" einzulaufen. Die sanitären Anlagen wirkten wenig vertrauenserweckend, doch zum Ausgleich kümmerte der Wirt nebst Stammkundschaft sich gleich rührend um mich. Man schnackte, trank, die Musiker bekamen Sauerkraut, und ich fragte mich, wann mittwochs in der thüringischen Provinz die Konzertbesucher wohl so eintrudeln würden. Es kamen auch irgendwie keine - bis auf vier ebenso alte Säcke aus Zwickau. Könnte das schlechtbesuchteste Konzert meiner ganzen Laufbahn gewesen sein. Doch die ungarischen Mucker zogen ihr Ding durch, und gerade Magma Rise klangen in dem großen Wohnzimmer gewohnt fett. Hut ab vor solch wagemutigen Künstlern!

Freitags in Würzburg musste doch mehr los sein. War es auch, bestimmt viermal so viel. Drei recht angesagte deutsche Doom-Bands sollten am Wochenende aber eigentlich mehr Zuspruch bekommen. Wo sind in solchen Momenten nur all die Leute, die sonst die ganzen Festivals bevölkern? Nun ja, vielleicht müsste das Immerhin auch mal ein paar Wegweiser aufstellen, damit man den Club überhaupt findet. Und halbwegs zeitig beginnen. Denn was nützt die verkehrsgünstige Lage am Hauptbahnhof, wenn der letzte Ton erst um kurz vor 2 verklungen ist und alle Züge bereits abgefahren sind? Schön war's trotzdem. Naked Star eröffneten mit fast typischem WÜ-Sound (Seamount anyone?), während Lord Vigo immerhin nicht ganz so theatralisch dafür erdiger wirkten in dem überschaubaren Rahmen. Mirror of Deception zockten erwartungsgemäß jedoch einige Ligen höher, harmonischer kann Doom kaum klingen. Die neuen Stücke haben auffallend hohes Tempo, hoffentlich wird das Fußwippen nicht bald Schwerstarbeit.Vision 2018: MoD live mit B.S.T.

Palaver 2017

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Dates

  • 18.05. Rock Hard Festival
  • 28.06. Iced Earth, Jena
  • 06.07. Johstock

Lebensabschnittssoundtrack

  • Judas Priest: "Firepower"
  • Sons Of The Ark: "Thirteen Waves"
  • Visigoth: "Conqueror's Oath"
  • King Witch: "Under The Mountain"
  • Sanhedrin: "Sanhedrin"

 

 

"Ist der Mensch nicht ein komisches Tier? Er tötet Millionen wild lebender Tiere und tut gleichzeitig alles, damit es seinen Haustieren gut geht. Er bringt Milliarden von Nutztieren um und isst sie. Das wiederum bringt Millionen von Menschen um, weil der Verzehr all dieser Tiere zu degenerativen - und letztlich tödlichen - Krankheiten wie Herzleiden, Nierenleiden und Krebs führt. Daher quält und tötet der Mensch Millionen weiterer Tiere, um diese Erkrankungen heilen zu können. Anderswo auf der Welt sterben Millionen von Menschen an Hunger und Unterernährung, weil die Nahrung, die sie ernähren könnte, dafür verwendet wird, Nutztiere zu füttern. Und währenddessen sterben manche Leute an zynischem Gelächter angesichts dieser absurden Menschheit, die dermaßen unbekümmert und brutal tötet, um dann einmal im Jahr Karten zu verschicken und um „Frieden auf Erden“ zu bitten."
(Vorwort aus "Old MacDonald’s Factory Farm" von C. David Coats)

"Die Weltlandwirtschaft könnte ohne Probleme 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet."
(Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter)

"Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
(Theodor Heuss, erster Bundespräsident der BRD)

"Ich habe meine gesamte Jugend buchstäblich in Kotze, Scheiße, Urin, Kakerlaken, Bandwürmern und sterbenden, verwesenden Katzen verbracht. Auch das Essen wurde in entsprechender Art zubereitet."
(Tom Gabriel Warrior, TRIPTYKON)

"Man kann einzelne Menschen lieben, aber die menschliche Rasse im Ganzen ist das Allerletzte. Sie ist durch und durch verkommen."
(Lemmy Kilmister)

"Life is not the opposite of death. Death is the opposite of birth, life is eternal."
(Stan Ambrose in ANATHEMAs "Presence")

"It's just so beautiful. It was eternity, it's like I was always there, and I will always be there, that my existence on earth was just a very brief instant. I could say that I was peace, I was love, I was the brightness; it was part of me."
(Joe Geraci 1981, wie in ANATHEMAs "Internal Landscapes")

"Menschen schlagen die Zeit tot, bis sie sich revanchiert"
(Stanislaw Jerzy Lec)

"My name is Mohr, any questions!!?"
(Der Graue aus Marsberg auf internationaler Vorstellungsrunde)

"Nie wieder Einbecker Urbock, da tun einem die Klicker weh."
(Gero Hase beim morgendlichen Erwachen nach einem im Bockbierrausch jäh gescheiterten Anbaggerversuch)

"Die Ehe ist der Versuch, zu zweit mit den Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte."
(Woody Allen)

"Alle haben gedacht, ich sei tot. Ich selbst auch."
(Tom Angelrippers Gedankenwelt nach krassem Bühnensturz)

"Mein Kopf ist nicht Ihr Tanzplatz!"
(Helga K. beim Privat-Brainstorming im Kreise der Arbeitskollegen)

"They probably had shit running down their legs, but you couldn't see it under the marvellous gowns!"
(Ronnie James Dio über romantische Aspekte des Mittelalters)

"Abseits is', wenn dat lange Arschloch zoo spät abspielt."
(Hennes Weisweiler über Günter Netzer)

"Es war ein wunderschöner Augenblick, als der Bundestrainer sagte: <Komm Steffen, zieh deine Sachen aus, jetzt geht's los.>"
(Steffen Freund, ehemaliger Nationalspieler)

"Man darf ein Album erst frühestens 15 Jahre nach der Veröffentlichung beurteilen. Alle, die wir über Musik schreiben, tun das ja nur aus einem sozialen Reflex heraus. Wären wir cool, würden wir 20 jahre lang die Fresse halten."
(Fenriz hat mal wieder recht)

"Ich komme aus der Gosse, da wird man entweder Zuhälter oder Fußballprofi."
(Deniz Naki)

"Wenn ich das sehe, wie die Paulianer hier in unserem Stadion feiern, dann könnte ich kotzen."
(hsv-Sportchef Bastian Reinhardt, 16.2.2011)